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5. April 1978 „Jetzt beginnt Deine Arbeit für die Kirche“

 

"Jetzt beginnt Deine Arbeit für die Kirche", sagte Pfarrer Konrad Sichelstiel vor 41 Jahren. Am 5. April 1978 um 18.30 Uhr fand ich mich mit drei anderen in den Gemeinderäumen von St. Gumbertus in Ansbach ein, um Kindergottesdiensthelferin zu werden. Damals gab es noch keine Sommerzeit, heute ist es 19.30 Uhr. Genau 40 Jahre später zu dieser Stunde vor einem Jahr verstarb am 5. April 2018 Konrad Sichelstiel hochbetagt. Er war inzwischen als Pfarrer entlassen worden und hatte alle Rechte als Pfarrer verloren.

Der 5. April 1978 war der Mittwoch nach dem Ende der bayerischen Osterferien. 16 Tage vorher war ich am 19. März 1978 konfirmiert worden und damit vollwertiges Mitglied der evangelischen Kirche geworden. Eigentlich hatte meine Arbeit für die Kirche, meine ehrenamtliche Arbeit, bereits im Frühsommer 1977 begonnen, als ich jeden Sonntag im Hauptgottesdienst von St. Gumbertus im liturgischen Chor mitsang. Meine Begeisterung für Kirchenmusik war damals schon groß. Im Alter von elf Jahren hatte ich mich bei den Regensburger Domspatzen bewerben wollen, bekam aber eine Ablehnung, weil ich schon zu alt sei. Das muss 1975 gewesen sein.

Das Jahr 1977 war sehr entscheidend für meinen späteren kirchlichen Werdegang. Am 2. April 1977, dem Samstag vor Palmsonntag, war ich allein nach St. Gumbertus gegangen, um erstmals an einer Abendmahlsfeier teilzunehmen. Meine Mutter war am 2. April 1950 in St. Johannis in Ansbach konfirmiert worden. 27 Jahre nach der Konfirmation meiner Mutter hatte ich meine erste Begegnung während eines Abendmahles mit Jesus Christus. 1978, ein Jahr später, sollte ich selbst konfirmiert werden und ich wollte sehen, was ein Abendmahl ist.

Die Worte "für Dich gestorben" habe ich sehr intensiv erlebt. Diese Deutung des Abendmahls hat mich so tief beeindruckt, dass ich während der Abendmahlsliturgie zu weinen begann. Meine religiösen Erfahrungen am 2. April 1978 während des Abendmahls haben mein gesamtes späteres religiöses Leben geprägt. Erst jetzt, 41 Jahre später, ist es im Internetzeitalter möglich, diesem Ereignis einen historischen Rahmen hinzuzufügen. Zufällig gab ich bei

Im September 1976 hatte für mich der Präparandenunterricht, die zweijährige Vorbereitungszeit auf die Konfirmation, begonnen. Wann genau ich im Frühsommer 1977 begann, regelmäßig im liturgischen Chor sonntags in St. Gumbertus in Ansbach mitzusingen, kann ich derzeit nicht mehr rekonstruieren. Für mich begann meine "Arbeit für die Kirche" mit dem Mitsingen im liturgischen Chor sonntags während des Hauptgottesdienstes im Frühsommer 1977 und nicht erst am 5. April 1978. Dieser Termin stand in meinem Kalender, den die Ansbacher Gerichtsvollzieherin Martina Geret bzw. Aumüller mir am 11. September 2013 mit dem gesamten Inhalt meiner Wohnung enteignet hat. Sie hat kein einziges persönliches Dokument zurückgegeben. Bis heute ist die Strafanzeige offen.(1) Das ändert nichts an meiner inzwischen fast 43-jährigen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Arbeit für die Kirche.

Viel ist passiert in den vergangenen 42 Jahren. Ohne diesen Anfang wäre die "Eucharistische Ökumene", das gemeinsame Abendmahl von Katholikinnen, Katholiken und Evangelischen nicht möglich. Ohne diesen Anfang hätte das Projekt der "Eucharistischen Ökumene" nicht die Idee des Frauenpriestertums in der römisch-katholischen Kirche initiieren können. Ohne diesen Anfang hätte ich niemals im Konklave am 12. März 2013 vier Stimmen bekommen.(2) Am nächsten Tag wurde Jorge Mario Bergoglio zu Papst Franziskus.

Ohne diesen Anfang wären mir aber auch viele Schmerzen und viel Leid erspart geblieben nach dem Ostersonntag, 23. März 2008, als mir sieben vatikanische Polizisten zehn Körperverletzungen zufügten und mich vergewaltigten.(3) Auch in diesem Fall ist der bayerische Staat noch elf Jahre später nicht in der Lage, einen Rechtsprozess zu bearbeiten. Von dieser unterlassenen Hilfeleistung durch den bayerischen Staat darf man sich nicht beeindrucken lassen.

42 Jahre Arbeit für die Kirche haben die größten, erstaunlichsten und unwartbarsten Veränderungen der bisherigen Einstellung zum Abendmahl bzw. zur Eucharistie und zum Frauenpriestertum mit sich gebracht. Große Freude über die Möglichkeiten der "Eucharistischen Ökumene" und großes Leid über den Verlust meiner Gesundheit, beides habe ich erlebt. Einen Zusammenhang zwischen beidem scheint es nicht zu geben.

In 42 Jahren werde ich 97 Jahre alt sein, fast so alt wie Domkapellmeister i.R. Prof. Dr. Georg Ratzinger jetzt, der im Januar 95 Jahre alt wurde, und fast so alt wie Papst em. Benedikt XVI., der in zehn Tagen seinen 92. Geburtstag feiert. Ich bin sehr froh, dass diese beiden Geistlichen, die ich bereits in meiner Kindheit und Jugend als Geistliche wahrgenommen habe, bis heute wichtig bzw. sehr wichtig sind in meinem Leben.(4)

 

Elke Göß

 

(1) Meine Strafanzeige vom 22. Februar 2014 wurde bisher von Oberstaatsanwalt  Konrad von der Oberstaatsanwaltschaft Nürnberg nicht bearbeitet. Vgl. Göß Elke (2014):

(2) Vgl. Göß Elke (2019): Vier Stimmen im Konklave

(3) Vgl. Göß Elke

(4) Dieser Artikel erschien als Tweet auf www.twitter.com/eucharistiainfo am 6. April 2019

 

27. Mai 2019

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update: 27. Mai 2019

Installation: 10. Mai 2018

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