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Die 11. Crisam-Messe mit der Erneuerung des priesterlichen Ordinationsgelübdes vor dem 14. Osterfest in Rom

 

Heute war ein beeindruckender Tag. Immer am Gründonnerstag wird im Petersdom die Crisam-Messe gefeiert. Ich war zum 11. Mal dabei und habe vor Papst Franziskus mein priesterliches Versprechen erneuert. Dies ist mein 14. Osterfest in Rom.

 

© Elke Göß 18.04.2019© Elke Göß 18.04.2019 

 

Seit Gründonnerstag 2009, dem Osterfest, das auf die erste Eucharistische Ökumene folgte, war ich jedes Jahr bei der Crisam-Messe. Weil ich in der Apostolischen Sukzession ordiniert bin, gehöre ich quasi zur römisch-katholischen Kirche dazu als Pfarrerin (ohne Dienstauftrag) der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Das Versprechen, seinem Ordinationsgelübde treu zu bleiben, bedeutet mir viel. Noch spannender ist es, als Pfarrerin (ohne Dienstauftrag) dem Papst Gehorsam zu versprechen. Das kann außer mir keine Pfarrerin auf dieser Welt.

Die ersten Jahre, als ich Papst Benedikt XVI. Gehorsam versprach, waren sehr aufregend für mich. Inzwischen ist schon fast etwas Routine eingekehrt. Am Schönsten finde ich bei der Crisam-Messe im Petersdom, dass tausende Priester in ihren Gewändern die Messe mitzelebrieren und mitfeiern. Dieser Anblick gefällt mir sehr und stärkt mich im Glauben, denn er zeigt, die Kirche ist stark. Priester, die immer in Rom leben, empfinden dieses Ereignis vielleicht nicht so intensiv wie ich. Ich fühle mich sehr heimisch unter all meinen römisch-katholischen Kollegen. Heute habe ich beispielsweise einen jungen Doktoranden aus Angola kennengelernt.

Dieses Osterfest feiere ich zum 14. Mal in Rom mit einem der beiden Päpste. Einer meiner ehemaligen Professoren nannte es eine Pilgerfahrt. Für mich sind diese Tage in der Karwoche und an Ostern geistliche Besinnungstage, die mein gesamtes Jahr strukturieren.

Ich nehme mir auch immer in der Fastenzeit besondere Anliegen vor. In diesem Jahr habe ich das Motto "Aufräumen und putzen" gewählt. Die protestantische Kirche in Deutschland probte "Sieben Wochen ohne Lügen". Ich halte mich bereits seit meinem 13. Lebensjahr an die Zehn Gebote und das achte Gebot verbietet das Lügen. Daran halte ich mich schon seit 42 Jahren und nicht nur in den sieben Wochen vor Ostern.

Dieses Jahr hätte meine Anreise nach Rom fast nicht geklappt. Vueling hatte mir einen Flug für den 16. April 2019 verkauft, den es gar nicht gab. Vueling fliegt niemals dienstags von München nach Rom. Ich habe sogar bereits im Februar eine Bordkarte erhalten. Als ich vorgestern am Flughafen war, gab es den Flug nicht. Ein Vueling-Mitarbeiter meinte, ich sei auf den 15. April umgebucht worden. Eine Lufthansa-Mitarbeiterin sagte, man wird immer auf einen späteren Termin umgebucht, nicht auf einen früheren. Ich bin zur Landespolizei am Flughafen München gegangen und ein leider sonst wenig ambitionierter Polizist fand heraus, dass es diese Flugnummer nur für Flüge sonntags, montags, mittwochs und donnerstags gibt. Vueling, eine Tochterfirma der spanischen Luftfahrtgesellschaft Ibera, hat über 300 Euro von mir kassiert für einen Flug, den es niemals gab. Ich habe aber per Mail eine Buchungsbestätigung, eine Bordkarte und eine Aufforderung zum Online-Checkin erhalten. Vueling wurde nicht gehackt, denn es gibt meinen Buchungscode in deren System und der Mitarbeiter kannte meinen Vornamen.

So musste ich einen Tag später fliegen. Es wurde mein erster Flug in der Business-Class und ich war heute rechtzeitig bei der Crisam-Messe.

 

Elke Göß

 

19. April 2019

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update: 29. September 2019

Installation: 10. Mai 2018

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