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Pfarrerin Margot Käßmann geht in den Vorruhestand. Sie ist eine Gegnerin der „Eucharistischen Ökumene“

 

Pfarrerin Margot Käßmann predigt gerade am 15. April 2018 um 10 Uhr im ZDF, das einen evangelischen Gottesdienst zum Thema „In Würde alt werden“ überträgt. Sie erzählt, dass sie in eine neue Wohnung umgezogen ist. Sie erzählt von ihren Kindern und Enkeln. Mit einem Satz kanzelt sie Menschen ab, die keine Kinder bekommen können. Die sollten sich halt mit den anderen freuen. In Kinderlose kann sich die vierfache Mutter nicht hineinversetzen. Kinderlos alt werden, da kann das Leben richtig schwer werden. Es kommt viel „ich“ und viel eigenes Leben vor in der Predigt von Margot Käßmann, der ehemaligen Hannoveraner Landesbischöfin, der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden und ehemaligen Reformationsbotschafterin. Noch einen Monat hat die 60-Jährige, bis sie am 15. Mai 2018 in den Vorruhestand geht.

Bewegt war das Leben von Pfarrerin Margot Käßmann.(1) Noch vor zwölf Jahren war Margot Käßmann prädestiniert dafür, eine Befürworterin der „Eucharistischen Ökumene“ zu sein. Hätte sie ihr Leben nicht auf diese Weise verändert, gäbe es heute wahrscheinlich die weltweite Ökumene aller christlichen Kirchen. Inzwischen hat sich Pfarrerin Margot Käßmann zu einer Gegnerin der „Eucharistischen Ökumene“ entwickelt. Oftmals wird sie wegen ihrer Lebenserfahrung geschätzt. In Bezug auf eine „liberale und innovative Ökumene“ muss Pfarrerin Margot Käßmann sehr kritisch gesehen werden und einige ihrer Lebensentscheidungen passen nicht zur „Eucharistischen Ökumene“. Im Gegenteil, eine Pfarrerin wie Margot Käßmann verbaut den Weg zu einer Ökumene der römisch-katholischen Kirche mit den protestantischen Kirchen, da sie ihr persönliches Lebensheil höher bewertet wie eine strikte ethische Orientierung.

Im August 2006 erkrankte die damalige Landesbischöfin von Hannover Margot Käßmann an Brustkrebs. Ihre Krebserkrankung brachte sie nach eigenen Angaben dazu, ihre Ehe nach 25 Jahren als gescheitert anzusehen.(2) Bereits vor ihrer Krebserkrankung gab es in Berlin Gerüchte, dass die Hannoveraner Landesbischöfin Margot Käßmann ein außereheliches Verhältnis mit einem sehr hochrangingen Politiker, einem aus Hannover stammenden Bundeskanzler, habe. Während Margot Käßmann bestimmte Details aus ihrem Privatleben gerne erzählt und darüber predigt, verschweigt sie andere Details höchst konsequent. Die Krebserkrankung 2006 hinderte Margot Käßmann nicht daran, die Nachfolge von Wolfgang Huber als EKD-Ratsvorsitzende am 28. Oktober 2009 anzutreten.(3) Am 20. Februar 2010, nur vier Monate nach dieser Wahl, zeigte sich das ganze Desaster von Margot Käßmann nachts bei einer einzigen Autofahrt. Mit 1,54% Blutalkoholkonzentrat fuhr sie in Hannover über eine rote Ampel, wurde von der Polizei aufgehalten, und trat nur einen Tag später von ihren beiden Ämtern als Hannoveraner Landesbischöfin und als EKD-Ratsvorsitzende zurück. Beides, sowohl die Alkoholfahrt wie auch der Rücktritt fanden ein lebhaftes Presseecho.(4) Margot Käßmann verschweigt bis heute, dass sie aufgrund des juristischen Verfahrens, das ihr nach dem 20. Februar 2010 drohte, damit rechnen musste, vom Dienst als Landesbischöfin suspendiert zu werden. Dies ist auch geschehen, denn Margot Käßmann ist „nur noch“ Pfarrerin und nicht „Bischöfin außer Dienst“ bzw. „Bischöfin im Ruhestand“. Zwischen August 2006 und Februar 2010 hat sich Margot Käßmann, obwohl sie beruflich in der kirchlichen Hierarchie nach oben stieg, ethisch äußerst fragwürdig verhalten. Diese Veränderung in ihrer Biographie blendet Pfarrerin Margot Käßmann konsequent aus.

Vor dieser ethischen Veränderung wäre Margot Käßmann prädestiniert gewesen, die Ökumene zwischen der römisch-katholischen Kirche und den protestantischen Kirchen um eine markante Wegstrecke nach vorne zu bringen. Es wäre möglich gewesen, dass Margot Käßmann aufgrund ihrer Erfahrungen als Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK)(5) eine tragende Rolle bei der „Eucharistischen Ökumene“ eingenommen hätte. Doch mit einem mehr oder weniger publiken außerehelichen Verhältnis zum dritten Mann im deutschen Staat, mit einer Scheidung nach 25 Ehejahren und mit einem alkoholisierten Abgang aus allen Leitungsämtern der evangelischen Kirchen in Deutschland entspricht Margot Käßmann nicht mehr den ethischen Anforderungen, die man erfüllen sollte, wenn man zölibatär lebt, in der Apostolischen Sukzession ordiniert ist und in Kongruenz mit den Lehren der römisch-katholischen Kirche lebt und lehrt, deren Hüter die Glaubenskongregation ist. Eine unkontrollierte Sexualität und der unbedingte Wille nach Macht durch einen kircheninternen Hierarchieaufstieg ohne ethische Skrupel und mit Verhöhnung zölibatär Lebender, das passt nicht zur „Eucharistischen Ökumene“.

Vielleicht wird Pfarrerin Margot Käßmann nun öfter in Seniorenheimen predigen und nicht nur plakativ in einem vom ZDF übertragenen Gottesdienst am 15. April 2018. Elke Göß, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ohne Dienstauftrag), packt zeitgleich mit der ZDF-Übertragung ihren Koffer und bereitet sich auf eine Reise nach Rom vor, wo sie den morgigen 91. Geburtstag des aus Bayern stammenden, emeritierten Papstes Benedikt XVI. mit einigen Überraschungen bereichern will. Hochbetagt sein, bedeutet nicht nur, sich auf den Tod vorzubereiten und eine adäquate Pflege zu bekommen. Hochbetragt sein heißt, sich seines Lebens zu freuen, seine geistige und geistlichen Gaben zu schätzen, sie zu kultivieren und sie sogar noch zu fördern und dem Körper mit sanften Methoden die Kraft zu erhalten, die er zum Leben braucht.

 

Elke Göß  

 

(1)   Vgl. Margot Käßmann, https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann, 15.04.2018

(2)   Vgl. Margot Käßmann, https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann, 15.04.2018

(3)   Vgl. Margot Käßmann, https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann, 15.04.2018

(4)   Vgl. Margot Käßmann, https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann, 15.04.2018

(5)   Vgl. Margot Käßmann, https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_K%C3%A4%C3%9Fmann, 15.04.2018

 

erschienen bei Lib & In am 15. April 2018

 

 

Pfarrerin i.R. Margot Käßmann protegiert im ZDF Kardinal Kaspers Ablehnung des Frauenpriesterums in der römisch-katholischen Kirche

 

Margot Käßmann, Pfarrerin i.R., spricht sich wieder einmal gegen die "Eucharistische Ökumene" aus. Bei "Volle Kanne" erzählt sie am 4. September 2018, dass sie zum Reformationsgedächtnisjahr 2017 Walter Kardinal Kasper eingeladen hat. Zu diesem Zeitpunkt bereitete ich mich gerade auf eine schwere Knie-Operation vor. Der Schaden war mir an Ostern 2008 gemeinsam mit neun anderen Körperverletzungen (Staatsanwaltschaft Regensburg: Vergewaltigung) von sieben vatikanischen Polizisten zugefügt worden. Kardinal Kasper habe gesagt, er könne sich vorstellen, dass das Zölibat fällt, aber dass es Priesterinnen in der römisch-katholischen Kirche gibt nicht.

Frage 1: Warum läßt Margot Käßmann ausgerechnet den expliziten Gegner der "Eucharistischen Ökumene", den 84-jährigen (2017) Walter Kardinal Kasper, zum Reformationsgedächtnisjahr ein und nicht den amtierenden 67-jährigen (2017) Präsidenten des Rates zur Förderung der Einheit der Christen Kurt Kardinal Koch?

Frage 2: Wie lange wird Pfarrerin i.R. Margot Käßmann noch mit diesem Schachzug auf Medientour gehen?

Frage 3: Warum bietet das ZDF ausschließlich Gegnerinnen und Gegnern der "Eucharistischen Ökumene" eine Bühne? 

 

Elke Göß

 

4. September 2018

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update: 11. September 2019

Installation: 10. Mai 2018

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