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Prosper Kardinal Grech ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Er war ein Befürworter der "Eucharistischen Ökumene"

 

Beim Einzug in den Petersdom vor einer Messe sandte mir Prosper Kardinal Grech(1) die Worte zu: "Ich wurde auch Kardinal." Ich sagte: "Ich gratuliere." Am 30. Dezember 2019, sechs Tage nach seinem 94. Geburtstag am Heiligen Abend, verstarb der Kardinal, der in Malta geboren wurde. Seine Worte werden in mir immer wieder die Hoffnung wecken, dass diese Berufung eines Tages auch mir zuteil werden kann. Man soll die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn die römisch-katholische Kirche viel Zeit benötigt, bevor sie die notwendigen Schritte in eine Zukunft für Frauen als Priesterinnen, Bischöfinnen und Kardinälinnen geht.

Prosper Grech war bereits 86 Jahre alt, als ihn Papst Benedikt XVI. am 18. Februar 2012, bei seinem letzten Konsistorium, in das Kardinalskollegium aufnahm. Zehn Tage vorher hatte er in Valetta die Bischofsweihe empfangen. 62 Jahre vorher, am 25. März 1950, hatte er in der Lateranbasilika die Priesterweihe empfangen. In 62 Jahren führte ihn sein Weg vom Priester zum Professor und schließlich bis zum Kardinal.

Im Konklave 2013, an dem er selbst nicht teilnahm, weil er bereits 87 Jahre alt war, hielt er in der Sixtinischen Kapelle die Betrachtung für die wahlberechtigten Kardinäle, darunter der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio, der zum Papst gewählt wurde. In diesem Konklave erhielt ich am 12. März 2013 vier Stimmen im ersten Wahlgang und eine Stimme im zweiten Wahlgang.

Prosper Kardinal Grech war bis ins hohe Alter theologisch aktiv. Er hat mir mit seiner Zuversicht, mit seinem beharrlichen Willen und mit seiner unvoreingenommenen, herzlichen und stetigen Zuneigung gut getan. Prosper Kardinal Grech ist einer der römisch-katholischen Geistlichen, die beweisen, dass man im hohen Alter für grundlegende Reformen in der römisch-katholischen Kirche eintreten kann und dass man sich vom Geist der Erneuerung hin auf ein Frauenpriestertum zu mehr Hoffnung inspirieren lassen darf. Er selbst strahlte dieses Wunder der Menschen innerlich verwandelnden Erkenntnis aus. Damit glich er dem 2017 verstorbenen Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Es war und ist mir immer eine sehr große Freude, dass sich gerade die ältesten Kardinäle für die "Eucharistische Ökumene" ausgesprochen haben und dafür eintreten. Ich danke Prosper Kardinal Grech, dass er sich konsequent als ein Befürworter der "Eucharistischen Ökumene" erwiesen hat.

 

Elke Göß

 

(1) Vgl. Prosper Grech, https://de.wikipedia.org/wiki/Prosper_Grech,07.01.2020

 

7. Januar 2020

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update: 8. Oktober 2020

Installation: 10. Mai 2018

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