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Vor 15 Jahren begannen meine Romreisen

 

Einleitung

1. Meine Romreisen in Zahlen

2. Erste Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. in Rom

3. Reisen anlässlich von Apostolischen Reisen Papst Benedikt XVI.

4. Urlaub am Urlaubsort von Papst Benedikt XVI.

5. Letzte Begegnung mit Papst em. Benedikt XVI. auf seiner letzten Deutschlandreise in Regensburg

Fazit

 

Einleitung

 

Heute ist der 12. April 2021. Vor 15 Jahren habe ich das erste Mal an einer Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. in Rom auf dem Petersplatz teilgenommen. In Rom angekommen bin ich im Pontifikat von Papst Benedikt XVI. erstmals am 11. April 2006.

 

1. Meine Romreisen in Zahlen

 

Am 12. April 2006 war der Beginn meiner Romreisen, für die ich in den letzten 15 Jahren ca. 100.000 Euro ausgegeben habe. Das sind pro Jahr ca. 6.600 Euro. In einem Jahr war ich, alle Reisen zusammengenommen, ein Vierteljahr in Rom. Insgesamt habe ich mich in 15 Jahren über ein Jahr in Rom aufgehalten. Oft war es so im Pontifikat von Papst Benedikt XVI., dass ich bereits am Ende einer Romreise oder kurz, nachdem ich nach Hause gekommen war, schon die nächste Romreise gebucht habe.

Nach Ostern 2006 habe ich an jedem Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag bis zum Jahr 2019 in Rom an den Messen mit Papst Benedikt XVI. und mit Papst Franziskus teilgenommen. In den Jahren 2020 und 2021 war dies wegen der Corona-Pandemie nicht möglich, da die deutsche Bundesregierung Reisen nach Italien mit massiven Beschränkungen belegt hat.

Während des sieben Jahre zehn Monate und neun Tage dauernden Pontifikates von Papst Benedikt XVI. habe ich an Messen mit Papst Benedikt XVI. zu allen katholischen Feiertagen teilgenommen.

Ich bin grundsätzlich als Touristin nach Rom gereist und habe in verschiedenen Hotels und in einer Ferienwohnung gewohnt.

 

2. Erste Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. in Rom

 

Das erste Osterfest als Papst feierte Benedikt XVI. im Jahr 2006, ein Jahr nach seiner Wahl am 19. April 2005. Der Ostersonntag 2006 war gleichzeitig der 79. Geburtstag von Papst Benedikt XVI.

Ich war zu dieser Zeit Studentin der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (außer Dienst). Durch eine lange Krankheit meiner Mutter, durch ihren Tod und durch eine schwere Krankheit, die ich im Herbst 2004 durchgestanden hatte, und aus diversen anderen Gründen verzögerte sich mein Studienabschluss.

Die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst hatte ich erwartet, ihr entgegengefiebert und sie freudig begrüßt. Schon lange galt mir Joseph Kardinal Ratzinger als Vorbild. In meiner Zeit als Vikarin an der Münchner Lukaskirche besuchte ein älterer katholischer Geistlicher einen meiner Sonntagsgottesdienste. Kurz, nachdem er gegangen war, erkannte ich, dass es der Präfekt der Glaubenskongregation war. Während meiner Zeit als Vikarin an der Münchner Lukaskirche unterrichtete ich am nahen Wilhelmsgymnasium, dem ältesten Gymnasium Oberbayerns, Religion unter anderem in der 10. Klasse. Mein Kollege, der für die katholischen Mitschülerinnen und Mitschüler eingeteilt war, war der Priester Georg Gänswein, der später der Privatsekretär von Joseph Kardinal Ratzinger und anschließend von Papst Benedikt XVI. wurde. Zu meinem Sprengel an der Münchner Lukaskirche gehörte der Marienplatz. Mein „Kollege“ von römisch-katholischer Seite war Friedrich Kardinal Wetter, der am 28. Oktober 1982 die Nachfolge von Joseph Kardinal Ratzinger als Erzbischof von München und Freising angetreten hatte. Indirekt gab es mehrere kirchliche Verbindungslinien zu Papst Benedikt XVI. Familiär war ich seit dem 2. April 1993 mit Joseph Kardinal Ratzinger relativ nahe verwandt. Meine Schwester hatte den Schwager des zweiten Sohnes von Domkapellmeister Georg Ratzinger geheiratet. Dass Papst Benedikt XVI. die Verwandtschaft später bestätigt hat, freut mich bis heute. Jahrelang durfte nicht davon gesprochen werden, dass der Leiter der Regensburger Domspatzen Domkapellmeister Georg Ratzinger Vater von zwei Söhnen ist.

Ich habe also mit großem Respekt und in der Absicht, mich vorsichtig zu verhalten, eine Eintrittskarte für die Generalaudienz am 12. April 2006 auf dem Petersplatz und für die Ostermesse mit Papst Benedikt XVI. am 16. April 2006 auf dem Petersplatz bei der Präfektur des Päpstlichen Hauses reserviert. In den darauf folgenden Jahren „buchte“ ich immer das „volle Programm“: teilweise mit Generalaudienz am Mittwoch der Karwoche, für die Crisam-Messe am Gründonnerstag, für die Messe mit Fußwaschung am Gründonnerstag, für die Vesper am Karfreitag, für die Osternacht am Ostersamstag und für die Messe am Ostersonntag, auf die „Urbi et Orbi“ folgt.

Es war ein strahlender Mittwochmorgen in Rom am 12. April 2006, als ich mich gegen 8.30 Uhr auf den Weg zum Petersplatz begab. Am Einlass standen wenige Personen und ich kam erstaunlich schnell durch. Doch bereits beim Anstehen fiel mir auf, dass meine Eintrittskarte eine andere Farbe hatte wie die Eintrittskarten aller anderen. Wie von einer unsichtbaren Hand wurde ich nach vorne geleitet und die Kontrolleure bedeuteten mir, dass ich auf dem Plateau rechts oder links neben dem Baldachin, unter dem der Stuhl für den Papst stand, Platz nehmen könnte. Als ich die Stufen erklommen hatte, sah ich, dass außer mir niemand in diesem abgegrenzten Areal war. Ich war verlegen. Ich dachte an meine protestantische Herkunft. Ich dachte daran, dass ich immer noch Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (seit 1. Juli 2000 außer Dienst) war. Ich dachte daran, dass ich eigentlich Studentin war. Ich entschied mich dafür, nicht in der ersten Reihe Platz zu nehmen, was leicht möglich gewesen wäre, sondern in einer der mittleren Reihen auf einem Stuhl in der Mitte. Der Mut hatte mich fast verlassen. Was würde Papst Benedikt XVI. denken, wenn er mich in der ersten Reihe gesehen hätte? Ziemte es sich nicht besser, sich mitten „unter’s Volk“ zu mischen? Das wäre doch lutherisch. Dem Volk auf’s Maul schauen, hatte der Wittenberger Reformator und protestantische Kirchengründer gesagt. Es war also ein protestantisches Bekenntnis, sich mitten unter den Stuhlreihen zu verbergen und am Besten dem ehemaligen Präfekten der Glaubenskongregation nicht oder nicht sofort aufzufallen. So dachte ich und nahm in der Stuhlreihenmitte Platz.

Langsam füllten sich die Reihen und schon kam etwas Wehmut auf. Meine Bescheidenheit hätte ich mir doch sparen können, dachte ich, als sich Reihe für Reihe Kopf an Kopf füllte und die Sicht auf den Stuhl des Papstes immer schlechter wurde. Fast, als müsse ich abgelenkt werden, nahm ein Paar neben mir Platz. Sie fingen sofort an zu turteln und sich zu liebkosen. Ist das der richtige Moment und der richtige Platz dafür, fragte ich sie gehemmt, spartanisch und gut protestantisch-preußisch. Sie sagten, die römisch-katholische Kirche wolle, dass sie Kinder bekämen. Ich antwortete, dass sie dies nicht so wörtlich nehmen sollten und dass sie dem Wunsch der römisch-katholischen Kirche doch später nachkommen könnten. Jedenfalls war ich genügend abgelenkt. Die Zeit verging.

Kurz vor Beginn der Audienz fing Papst Benedikt XVI. an, seine Runden im Papamobil auf dem Petersplatz zu drehen. Schon bald fuhr er in der Nähe meines Sitzplatzes vorbei. Ich reckte wie alle den Hals nach oben und suchte, einen Blick auf ihn zu erhaschen. Da sah ich, wie mich Papst Benedikt XVI. direkt ansah. Er blickte mir in die Augen, nickte leicht und grüßte mich. Er kannte und erkannte mich. In diesem Moment hätte mich fast der Blitz getroffen. Es war meine allererste Begegnung mit Papst Benedikt XVI., dem Papst aus Bayern, dem römisch-katholischen Geistlichen, den ich bereits seit Jahrzehnten verehrte. In diesem Moment vergaß ich fast, dass er ja bereits ca. 15 Jahre vorher einen meiner Gottesdienste in der Münchner Lukaskirche besucht hatte. Papst Benedikt XVI. hatte mich erkannt und mich gegrüßt. Er wusste, dass ich da war. Ich ließ diesen Eindruck lange auf mich wirken.

Während der Generalaudienz bedauerte ich zu tiefst, dass ich vorher innerlich ein solches protestantisches Pseudo-Spektakel veranstaltet hatte. Ich bedauerte die Demut, die ich vorher meinte, zeigen zu müssen, als ich mich nicht getraut hatte, in der ersten Reihe Platz zu nehmen. Ich bedauerte, dass ich mich mehr als Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (außer Dienst) definiert hatte und weniger als Christin. „Meine“ Kirche hatte mich zu diesem Zeitpunkt schon sehr enttäuscht. Ich hatte bereits ein ganzes Jahr lang regelmäßig die römisch-katholischen Messen in der Bayreuther Schlosskirche besucht. Ich bedauerte, dass ich mich bei dieser Generalaudienz nicht getraut hatte, mein Interesse an Papst Benedikt XVI. und an der römisch-katholischen Kirche zu zeigen, das ich so stark in mir spürte. In diesem Moment schwor ich mir, dass ich meine Entlassung aus dem aktiven Dienst der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, die ich am Reformationstag, 31. Oktober 1999, beantragt hatte, ernst nehmen wollte und dass mir mein Status in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern nie, aber auch wirklich niemals im Weg stehen sollte, wenn ich mich für die römisch-katholische Kirche interessierte. Ich schwor mir, dass ich mich daran halten würde. Dies habe ich bis heute getan. Ich kam in den vergangenen 15 Jahren nie in einen Konflikt, bei dem ich mich zwischen meiner Herkunft aus der evangelischen Kirche und meinem Interesse und meinem Engagement für die römisch-katholische Kirche entscheiden musste. Es gab in 15 Jahren keinen einzigen Konflikt mit Papst Benedikt XVI., mit Papst Franziskus oder mit der Glaubenskongregation. Dies ist wie ein Wunder. Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern hatte mich gleich zu meinem Studienbeginn im Wintersemester 1983/1984 mit  Problemen überzogen und dies während meiner gesamten Ausbildung (Theologiestudium, Vikariat und z.A.-Zeit) fortgesetzt. Ich hatte 16 Jahre hinter mir, von denen insgesamt zweieinhalb Jahre weitgehend konfliktfrei waren. Es war schlicht ein Horror. Heute kann ich nach 15 Jahren Romreisen sagen, dass es nie Probleme oder Konflikte mit der römisch-katholischen Kirche gab. Ich wurde zwar am Ostersonntag, 23. März 2008, Opfer körperlicher und sexuell motivierter Gewalt, die mir sechs vatikanische Gendarmen zugefügt haben. Sie ruinierten meine körperliche Gesundheit nachhaltig. Abgesehen von dieser kriminellen Gewalttat gab es keine einzige Auseinandersetzung mit irgendeinem Vertreter der römisch-katholischen Kirche im Vatikan und in Rom. Ich habe mein Versprechen, das ich mir selbst am 12. April 2006 bei der Generalaudienz gegeben habe, gehalten. Wieviel es einem doch manchmal hilft, wenn man sich selbst etwas schwört, von dem niemand etwas weiss. Jetzt ist es kein Geheimnis mehr.

In den vergangenen 15 Jahren habe ich manchmal an diese einmalige Chance, ganz vorne sitzen zu können, gleich zu Beginn meiner Romreisen gedacht. Ich nahm an Messen und Generalaudienzen mit Papst Benedikt XVI. und später mit Papst Franziskus teil. Nie wieder erhielt ich bei einer Generalaudienz eine solche Chance, einem der beiden Päpste so nahe zu kommen. Es war, als wollte mir Papst Benedikt XVI. gleich zu Beginn mitteilen, dass ich willkommen war. Es war von seiner Seite aus ein äußerst positiver Auftakt für alles, was später kommen sollte. Ich fühlte mich geschmeichelt und in einem sehr hohen Maß anerkannt. Diese erste Generalaudienz hat mir das Vertrauen und den Mut gegeben, von dem ich bis heute zehre. Ich bin willkommen in der römisch-katholischen Kirche und bei Papst Benedikt XVI.

Selbstverständlich habe ich auch Ablehnung erfahren in den vergangenen 15 Jahren, durch die vatikanische Gendarmerie und durch römisch-katholische Gläubige in Deutschland. Ich wurde angegriffen, körperlich geschädigt, verleumdet, fast gehasst, ausgegrenzt und übersehen. Aber nicht von Papst Benedikt XVI.

 

3. Reisen anlässlich von Apostolischen Reisen mit Papst Benedikt XVI.

 

Ich nahm nicht nur an Messen mit Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus in Rom teil. Papst Benedikt XVI. begleitete ich auf acht seiner 24 Apostolischen Reisen.

Am 10. September 2006 sah ich ihn bei der Messe in Riem bei München bei seinem zweiten Deutschlandbesuch.

Am 8. September 2007 feierte ich die Messe im österreichischen Marienwallfahrtsort Mariazell mit. Am 9. September 2007 stand ich vor dem Wiener Stephansdom, als Papst Benedikt XVI. die Messe im Dom zelebrierte.

Am 14. Juni 2008 konnte ich die erste inoffizielle Feier der „Eucharistischen Ökumene“ im apulischen Marienwallfahrtsort Santa Maria di Leuca mit Papst Benedikt XVI. feiern. Am 15. Juni 2008 war ich im Stadion von Brindisi bei der Messe mit Papst Benedikt XVI. anwesend.

Ein Höhepunkt war, dass ich anlässlich der Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. gleichzeitig vom 11. bis 15 Mai 2009 nach Israel reisen konnte. An der Messe mit Papst Benedikt XVI. auf dem Krippenplatz in Bethlehem konnte ich teilnehmen. Ein hebräisch sprechender, arabisch stämmiger Taxifahrer fuhr mich von Jerusalem nach Bethlehem und durchquerte vier Straßensperren. Die Israelreise war ein sehr eindrückliches Erlebnis für mich.

Auf dem Prager Hradschin sah ich Papst Benedikt XVI. bei seinem Staatsbesuch in Tschechien am 26. September 2009.

Einen Tag, bevor Königin Elizabeth II. und Prinz Philip Papst Benedikt XVI. in Holyrood Palace, ihrer offiziellen Residenz in Schottland, empfingen, besuchte ich Edinburgh am 15. September 2010. Unter den 80.000 Personen, die am 17. September 2010 an der Vigil mit Papst Benedikt XVI. im Londoner Hyde Park teilnahmen, war auch ich. Papst Benedikt XVI. erkannte mich in der Menge. Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Großbritannien hatte ökumenisch eine herausragende Bedeutung.

Am 19. August 2011 betete ich mit Jugendlichen aus aller Welt auf dem Weltjugendtag gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. den Kreuzweg auf der Madrider Plaza de Cibeles.

Um an der Eucharistiefeier mit Papst Benedikt XVI. im Berliner Olympiastadion am 22. September 2011 teilnehmen zu können, für die ich eine Eintrittskarte hatte, musste ich mich einer polnischen Pilgergruppe anschließen, da die Saalordner vor Ort den Einlass restringiert hatten. Nur vom Straßenrand aus vor dem Augustinerkloster in Erfurt konnte ich am 23. September 2011 das Treffen im Kapitelsaal des Augustinerklosters, in dem Martin Luther als Mönch gelebt hatte, mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verfolgen. Auch am anschließenden ökumenischen Gottesdienst im Augustinerkloster konnte ich nicht teilnehmen. Zehn Monate vorher, am 20. November 2010, war ich von Papst Benedikt XVI. bei einem Konsistorium im Petersdom zur Cardinale in pectore kreiert worden. Die Leitung der EKD nahm dies nicht zur Kenntnis und zeigte kein Interesse. So blieb ich am 23. September 2011, als Papst Benedikt XVI. Erfurt besuchte, am Straßenrand stehen. Am 24. September 2011 konnte ich Papst Benedikt XVI. auf seinem Weg zum Freiburger Münster vom Straßenrand aus zuwinken. Am 25. September 2011 nahm ich an der Messe mit Papst Benedikt XVI. auf dem Freiburger Flugplatz teil.

Ich habe viele Apostolische Reisen von Papst Benedikt XVI., an denen ich nicht persönlich teilnehmen konnte, im Fernsehen oder im Internet live miterlebt. Nicht selten habe ich dafür Nächte lang gewacht. Diese Zeit wird mir als die bisher eindrücklichste, kirchlich geprägte Zeit positiv in Erinnerung bleiben. Es war das längste kirchliche Engagement, das ich bisher hatte. Mein 15-jähriges Engagement für Papst Benedikt XVI. und für die römisch-katholische Kirche übertrifft mein gesamtes ehren- und hauptamtliches Wirken für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern in 50 Jahren weit und es ist ausschließlich von Erfolg und Anerkennung durch die Leitung der römisch-katholischen Kirche geprägt.

 

4. Urlaub am Urlaubsort von Papst Benedikt XVI.

 

Im Jahr 2008 habe ich meinen Urlaub gleichzeitig mit Papst Benedikt XVI. im italienischen Brixen verbracht. Am 23. März 2008 hatten mir sechs vatikanische Gendarmen zehn Körperverletzungen am Ostersonntag zwischen 10 und 13 Uhr im Gang der vatikanischen Gendarmerie zugefügt. Ich wollte außerhalb des Vatikans in Rom ein informelles, klärendes Gespräch mit Papst Benedikt XVI. anstreben und bin deshalb im August 2008 für einige Tage nach Brixen gereist. Nach dem zweiten Angelus am 10. August 2008 habe ich zwar Papst Benedikt XVI. und Domkapellmeister i.R. Georg Ratzinger von Ferne gesehen. Mein Angebot, ein klärendes Gespräch zu führen, nahm Papst Benedikt XVI. nicht an.

 

5. Letzte Begegnung mit Papst em. Benedikt XVI. auf seiner letzten Deutschlandreise in Regensburg

 

Ich bin seit dem 12. April 2006 oft nach Rom gereist, um Papst Benedikt XVI. zu sehen, mit ihm Messe zu feiern und um mehr über die Leitung der römisch-katholischen Kirche und den Vatikan zu lernen. Nun reiste Papst em. Benedikt XVI. 2020 mit 93 Jahren in die Stadt, in der ich seit 2015 wohne. Um seinen schwer kranken Bruder Domkapellmeister i.R. Georg Ratzinger zu besuchen, hielt sich Papst em. Benedikt XVI. vom 18. bis 22. Juni 2020 in Regensburg auf. Der Ernst der Lage und der Respekt vor dem schwer erkrankten Bruder erforderten größtmögliche Ruhe und Gelassenheit.

Ich habe kurz vor einer Messe am 19. Juni 2020 im Haus des inzwischen verstorbenen Domkapellmeisters i.R. Georg Ratzinger angeboten, an dieser Messe als Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ohne Dienstauftrag) teilzunehmen. Papst em. Benedikt XVI. lehnte meine Anfrage ab. Meine Konzelebration bei einer Messe mit Papst em. Benedikt XVI. im Haus von Domkapellmeister i.R. Georg Ratzinger hätte die erste offizielle Feier der „Eucharistischen Ökumene“ sein können.

Drei Mal konnte ich Papst em. Benedikt XVI. vor und nach den Besuchen bei seinem Bruder von Ferne sehen. Das letzte Mal sah ich Papst em. Benedikt XVI. persönlich am 21. Juni 2020. Davor hatte ich ihn nach seinem Rücktritt am 28. Februar 2013 noch ein einziges Mal im Sommer 2013 in den Vatikanischen Gärten auf einem Spaziergang gesehen.

 

Fazit

 

Am 12. April 2006 begann mein Engagement für Papst Benedikt XVI. bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. Weitere Höhepunkte waren die erste inoffizielle Feier der „Eucharistischen Ökumene“ in Santa Maria di Leuca am 14. Juni 2008, meine Kreierung zur Cardinale in pectore durch Papst Benedikt XVI. am 20. November 2010 und dass ich im Konklave am 12. März 2013 in Anwesenheit des späteren Papstes Franziskus vier Stimmen bekam.

Sechs Jahre und elf Monate dauerte es. Am 12. April 2006 nahm ich erstmals an einer Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. als Studentin der Sozialwissenschaften und als Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (außer Dienst) teil. Am 12. März 2013 erhielt ich als Cardinale in pectore vier Stimmen im Konklave nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Alles fing am 12. April 2006 an. Es begann sehr aussichtsreich und harmonisch und ich konnte ökumenische Erfolge einbringen, die weder ich noch eine andere Person jemals vorher geahnt hätten. Ich bin Papst em. Benedikt XVI. sehr dankbar, dass er dies ermöglicht hat und immer zu mir gestanden hat.

 

Elke Göß

 

12. April 2021

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update: 1. September 2021

Installation: 10. Mai 2018

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