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Wir haben die Einheit durch vier Stimmen im Konklave am 12. März 2013

 

Die Eucharistische Ökumene ist theologisch absolutes Neuland. Immer wieder werde ich und werden die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus vor neue Herausforderungen gestellt.

Am 26. März 2019 habe ich den Artikel "Vier Stimmen im Konklave 2013 in der Sixtinischen Kapelle gingen an eine Pfarrerin (ohne Dienstauftrag) der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern"(1). Es sieht so aus, als wäre meine Annahme richtig, dass mich Tarcisio Kardinal Bertone, Joachim Kardinal Meisner, Angelo Kardinal Comastri und Stanislaw Kardinal Dzwisz gewählt haben. Sie sind alle vier sehr einflussreiche und angesehene Kardinäle. Tarcisio Kardinal Bertone, ehemaliges Mitglied der Glaubenskongregation, war als Kardinalstaatssekretär unter Papst Benedikt XVI. der erste, der die Möglichkeit und die Gültigkeit der Eucharistischen Ökumene erkannte. Fünf Jahre später gab er mir seine Stimme im Konklave. Es war der 12.03.2013. Das Datum könnte in die Kirchengeschichte eingehen.

Die Kardinäle, die am Konklave teilgenommen haben, dürfen bisher selbst nichts dazu sagen. Leider ist mir nicht genau bekannt, wer dann weiß, wer mir seine Stimme gegeben hat. Ich habe gehört, dass der Wiener Erzbischof Schönborn nur zwei Stimmen bekommen haben soll und es könnte sein, dass der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen Walter Kardinal Kasper ebenfalls nur zwei Stimmen bekommen haben könnte. Zwei Stimmen sind wenig. Vier Stimmen im ersten Wahlgang sind sehr gut, vor allem, wenn sie für eine Frau abgegeben wurden und dann noch für eine Protestantin.

Die Abgabe von Stimmen im Konklave bedeutet, dass der Gewählte als Papst in Frage kommt. Am 12. März 2013 haben sich vier Kardinäle entschieden, dass ich als Päpstin in Frage komme. Dieser Wahlgang ist gültig. Ich war die erste Frau, die offiziell eine Stimme in einem Konklave bekommen hat. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemals vorher ein Kardinal einen Protestanten zum Papst gewählt hätte. Dieses Ereignis könnte die Kirchengeschichte fundamental verändern, wenn man über ein Konklave reden könnte.

Selbstverständlich weiß Papst Franziskus davon, denn er wurde einen Tag später zum Papst gewählt und war in der Sixtina anwesend, als mein Name vier Mal verlesen wurde. Das muss ein erstaunlicher Moment gewesen sein.

Warum ist seither nicht passiert? Weil es am Ende nicht wichtig ist, wer in einem früheren Wahlgang Stimmen bekommen hat. Es zählt nur der letzte Wahlgang und die höchste Stimmenzahl. The winner takes it all und das war Papst Franziskus.

Vielleicht ist aber bisher auch nichts mehr passiert, weil der 12. März 2013 noch zum Pontifikat von Papst Benedikt XVI. zählt. Es war der letzte Tag seines Pontifikates, auch wenn er seinen Dienst bereits am 28. Februar 2013 niedergelegt hat.

Vielleicht habe ich sogar im zweiten Wahlgang noch Stimmen bekommen, es könnten weniger wie vier Stimmen gewesen sein.

Ich war am 12. März 2013 49 Jahre alt. Auch dies ist eine hervorragende Basis für zukünftige Erfolge in der römisch-katholischen Kirche. Es gilt schon als sensationell, wenn man unter 60 Jahre alt ist und eine Stimme im Konklave bekommt. Ich war unter 50 Jahre alt. Das ist beeindruckend.

Nun kommt es darauf an, sich zu überlegen, was dieses Ergebnis bedeuten könnte. Das gab es noch nie. Vor einigen Wochen wurde die These aufgestellt, dass die Einheit zwischen der römisch-katholischen Kirche und den protestantischen Kirchen nun vollzogen ist, weil ich am 12. März 2013 im Konklave als protestantische Pfarrerin (ohne Dienstauftrag) vier Stimmen bekommen habe. Die Kirchenspaltung ist damit passé.

Wir vier (Kardinal Meisner ist leider schon verstorben), sollten einen Preis erhalten: Tarcisio Kardinal Bertone zu allererst, Angelo Kardinal Comastri, der ehemalige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. Stanislaw Kardinal Dzwisz und ich. Wir vier haben die religiöse Welt grundlegend verändert.

Und es geschah so, wie ich es am meisten mag: leise, sanft, behutsam, bestimmt und liebevoll. Nichts von "Ich kicke die Kirche aus dem Koma" (Jacqueline Straub). Ich mag es, leise zu gehen. Ich mag es, wenn Menschen für die Kirche zusammenarbeiten. Ich mag kommunikativ sein. Ich mag, andere zu motivieren. Das ist mein Stil und ich sehe keinen Anlass, ihn zu verändern.

Besonders gefällt mir, dass dieses theologische Neuland mich und andere Kardinäle und die Päpste immer wieder herausfordert, Position zu beziehen, sich über den gemeinsamen Weg Gedanken zu machen, sich herausgefordert zu fühlen, weiterzugehen und bei jedem Schritt sich der Nähe Gottes zu vergewissern und zu fragen, ob es sein Wille ist. Viele kleine Zeichen begleiten meinen Weg. Sie haben seit dem vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Die Richtung hin auf die "eine, heilige und apostolische Kirche" stimmt. Die Eucharistische Ökumene ist der richtige Weg.

 

Elke Göß

 

(1) Vgl. Göß Elke (2019: Vier Stimmen im Konklave 2013 in der Sixtinischen Kapelle gingen an eine Pfarrerin (ohne Dienstauftrag) der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, https://www.eucharistia.info/pro-und-contra/pro/vier-stimmen-im-konklave-2013/ …, erschienen bei Lib & In am 26. März 2019

 

19. April 2019

 

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update: 29. September 2019

Installation: 10. Mai 2018

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