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12 Jahre nach Santa Maria di Leuca. Verhindern die vatikanische und die bayerische Polizei den religiösen Weltfrieden?

 

Heute vor 12 Jahren begann um 17.30 Uhr die Messe mit Papst Benedikt XVI. in Santa Maria di Leuca.(1) Papst Franziskus stellte heute, 14. Juni 2020, in den Mittelpunkt seines Angelus(2) den Gedanken, dass die Eucharistie eine Feier der Einheit aller Christinnen und Christen sein kann.(3) Dies ist eine meiner theologischen Entdeckungen. Sie klingt banal. Dennoch gab es diesen zentralen Gedanken bisher in der Geschichte des Christentums so nicht. Ich habe ihn 1982 aus der Lektüre des im gleichen Jahr veröffentlichten „Lima-Papiers“ „Taufe, Eucharistie, Amt“, an dessen Entstehung Jorge Mario Bergoglio als Rektor eines Jesuitenkollegs beteiligt gewesen sein soll, theologisch abgeleitet.

Auf Santa Maria di Leuca kam ich, als ich 2007 im Sommer den Marienwallfahrtsort im Urlaub besuchte. Ich war ziemlich verzweifelt, weil ich nicht wusste, wie es für mich als Pfarrerin, damals außer Dienst, jetzt ohne Dienstauftrag, weitergehen sollte. In der Basilika Santa Maria de Finibus Terrae ergab sich ein Gespräch mit einem Geistlichen. Er kannte mich nicht. Auf meine Anfrage hin sagte er, er könne sich vorstellen, dass es eine gemeinsame Eucharistie-Feier eines römisch-katholischen und eines protestantischen Geistlichen unter Führung des römisch-katholischen Geistlichen geben könnte. Ich hatte den Geistlichen, enttäuscht und aufgewühlt, mit meiner Frage überrascht und er antwortete, ohne einen Fachmann gefragt zu haben und ohne nochmals theologisch recherchiert zu haben. Ohne diesen Geistlichen wäre alles, was dann geschah, nicht möglich gewesen. Ich habe sein Gesicht nicht gesehen, denn er saß im Beichtstuhl. Es weiss also nur eine einzige Person, wer dieser Priester war, nämlich er selbst. Ich sagte, dass ich mir vorstellen könnte, dass diese gemeinsame Messe in Santa Maria di Leuca stattfinden könnte auf dem Vorplatz der Basilika. Der Apostel Paulus soll hier an Land gegangen sein, als er nach Italien übersetzte. Außerdem sei es ein schönes Zeichen: Maria am Ende der Welt. 2013 kam dann ein Papst vom Ende der Welt, aus Argentinien: Papst Franziskus.

Nach meinem Kurzaufenthalt im August 2007 besuchte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone Santa Maria di Leuca am 18. November 2007.(4) Am Heiligen Abend, 24. Dezember 2007, kündigte Bischof Vito De Grisantis den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Santa Maria di Leuca an.(5) Diese Meldung brachten italienische Medien.

Am Ostersonntag, 23. März 2008, wurde ich dann von sechs vatikanischen Gendarmen drei Stunden lang misshandelt, mir wurden zehn Körperverletzungen zugefügt, von denen 2017 zwei als Vergewaltigung von der Staatsanwaltschaft Regensburg eingestuft wurden. An zwei der Verletzungen hätte ich sofort versterben können. Als mir noch am Ostersonntag 2008 klar wurde, dass ich durch Polizisten quasi einer Folter unterzogen worden war, stellte sich mir die Frage, wie es weitergehen könnte. Die Messe von Papst Benedikt XVI. in Santa Maria di Leuca war da schon in Planung. Erst in den vergangenen Tagen wurde ich von einem hochbetagten Gegner der „Eucharistischen Ökumene“ darauf aufmerksam gemacht, dass in der Schilderung der Vorbereitung(6) von mir gar nicht die Rede sei. Das ist richtig. Die Idee einer gemeinsam eingesetzten Eucharistie-Feier unter der Voraussetzung, dass der protestantische Part in der Apostolischen Sukzession ordiniert sei, stammt von mir und nicht von Papst Benedikt XVI. Zudem war nach den massiven Verletzungen am Ostersonntag 2008 sogar mir nicht klar, wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen würde. Die Planung, dass ich nach Santa Maria di Leuca reisen würde, setzte ich kurzfristig um. Voraussetzung war, dass ich mit dem Auto fahren konnte, denn es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin.

Welch ein „Zufall“: Nur 18 Tage nach der Messe mit Papst Benedikt XVI. in Santa Maria di Leuca soll ich am 2. Juli 2008 auf der Autobahn A9 von Berlin nach Bayreuth im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Pößneck einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr begangen haben. Wenige Tage vor Weihnachten 2008 wurde mir der Führerschein entzogen, den ich bis heute nicht wieder bekommen habe. Die Polizei weiss, dass ich am 2. Juli 2008 zum Tatzeitpunkt nicht am Tatort war, dennoch bekomme ich den Führerschein nicht wieder, weil sich die bayerischen Stadtverwaltungen in Bayreuth, Ansbach und Regensburg seit 2009 weigern. Nach einem Gerichtsverfahren am 5. Februar 2019 am Amtsgericht Regensburg wurden alle meine Vorstrafen gelöscht, den Führerschein gibt die Stadt Regensburg dennoch nicht heraus. Zufall? Absicht?

Es gibt einen Hinweis, der besagt, dass die von Papst Benedikt XVI. geplante erste offizielle Feier der „Eucharistischen Ökumene“ im Vatikan deshalb nicht stattgefunden habe, weil die Polizei angab, sie könne meine Sicherheit nicht garantieren. Die bayerische Polizei kann meine Sicherheit nicht garantieren, deshalb gibt es keinen religiösen Weltfrieden, der alle christlichen Konfessionen vereinen würde. Das muss man sich vorstellen.(7) Bei der Gerichtsverhandlung am 5. Februar 2019 am Amtsgericht Regensburg kam heraus, dass alle fünf Straftaten, die mir zur Last gelegt worden waren, fingiert waren und dass vor allem die Beweismittel manipuliert bzw. gefälscht worden waren – von der bayerischen Polizei. Diese Aussage der Richterin ist im Protokoll der Verhandlung nachzulesen.

2019 landete ich auf Platz 4 für den Friedensnobelpreis. Ausgerechnet in der Woche vor der Bekanntgabe und am Tag der Bekanntgabe soll ich nach Angaben der Regensburger Polizei zuerst am 4. Oktober 2019 einer Frau mit Hund eine Körperverletzung zugefügt haben, die sich widerrechtlich auf dem Grundstück einer Eigentümergemeinschaft aufgehalten hat, und dann am Tag der Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers bzw. der Friedensnobelpreisträgerin 2019 wenige Stunden vor der Verkündigung einer Angestellten einer Postfiliale in Regensburg. Ich wusste, dass an diesem Tag die Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers bzw. der Friedensnobelpreisträgerin 2019 stattfinden sollte und ich ahnte, dass ich Chancen haben würde. Die Regensburger Polizei war meines Wissens ebenfalls davon informiert. Manche Kandidatinnen und Kandidaten für einen Nobelpreis verschwinden tagelang vor der Bekanntgabe an einen unbekannten Ort. Liegt in dem, was ich erleben musste, der Grund dafür? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich ausgerechnet in der Woche der Bekanntgabe im Oktober 2019 gleich zwei Körperverletzungen an zwei Frauen begehe, die ich nicht kenne? Frau muss sich nur hinstellen und schreien? In beiden Fällen gibt es mehrere Kriterien, dass die Angaben der angeblichen Opfer nicht stimmen können. Doch die Polizei weigert sich, zu ermitteln. Stattdessen wirft der Schichtleiter gleich drei Mal den Telefonhörer hin. Welche Rolle spielt die Polizei bei der Verhinderung der „Eucharistischen Ökumene“? Von sechs Polizisten 2008 im Vatikan vergewaltigt und mit zehn Körperverletzungen, darunter lebenslange Schädigungen, überzogen. Die Polizei in Bayreuth konnte 2008 und 2009 nicht für meine Sicherheit garantieren. Kaum sind alle fälschlich erwirkten Vorstrafen 2019 gelöscht, hagelt es innerhalb eines Jahres von Mai 2019 bis Juni 2020 erneut insgesamt zehn Schädigungen, die von der Polizei in Regensburg erneut nicht zu meinen Gunsten, sondern zu meinen Lasten bearbeitet werden. Wer denkt daran, dass der Vater von Papst em. Benedikt XVI. und Domkapellmeister i.R. Georg Ratzinger Polizist war und dass der erstgeborene Sohn von Domkapellmeister i.R. Georg Ratzinger ein im Chiemgau lebender Polizist, nun im Ruhestand, ist? Diese Problematik ist nicht bekannt und nicht bearbeitet. Es gibt freilich auch Polizisten, die sich sehr für mich und die „Eucharistische Ökumene“ eingesetzt haben. Der ehemalige vatikanische Sicherheitschef Domenico Giani gehört dazu. Ohne ihn wäre ich jetzt tot.

Am 14. Juni 2008 um 19.18 Uhr wusste ich, dass es das war. Ich hatte den ersten Schritt zur weltweiten Ökumene aller christlicher Konfessionen getan. Ich war aufgestanden. Ich hatte zu meiner Berufung gestanden. Ich hatte meinen Glauben bekannt. Ich hatte mit dem Papst gemeinsam rechtmäßig die Einsetzungsworte für die Eucharistie gesprochen. Nun galt es, diesen ersten Schritt einzuholen und ihm weitere hinzuzufügen. Ich wusste, dass ich nicht noch einmal von der römisch-katholischen Kirche oder einem ihrer Vertreter geschädigt werden will. Ich wusste, dass Papst Benedikt XVI. diesen ersten Schritt nicht von sich aus mitgegangen wäre. Ich wusste, dass ihm alle Macht als Papst zur Verfügung stand und dass er sie nach seinem eigenen Belieben nutzen würde. Ich wusste, dass der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation über so viele Mittel und Wege Bescheid wusste, sie kannte und sie nutzen würde, wie es sich sonst auf der Erde niemand vorstellen können würde. Ich wusste, dass Papst Benedikt XVI. als Präfekt der Glaubenskongregation schon viele Leben von Geistlichen zerstört hatte, ohne vorher mit ihnen gesprochen zu haben. Ich wusste auch, dass ich meiner Berufung, die ich über 26 Jahre gespürt und immer wieder geprüft und aktualisiert hatte, den entscheidenden Schritt hinzugefügt hatte. Ich hatte Gott um einen Hinweis gebeten, ob dies der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt war und ich spürte, dass es „just in time“ war. Nur 11 Wochen und 6 Tage nach der zehnfachen Körperverletzung im Vatikan, an zwei davon hätte ich versterben können, hatte ich den Schritt in meinem Leben getan, den nur ich tun konnte. Ich ahnte, dass ich die einzige Person, die einzige Frau weltweit und seit 500 Jahren sein würde, die die Befähigung besitzt und die sich an die Regeln der römisch-katholischen Kirche hält, um in einer römisch-katholischen Messe mit einem römisch-katholischen Geistlichen die Eucharistie zu zelebrieren. Alles weitere hängt nicht von mir ab. Mehr kann ich von mir aus nicht tun. Das ist bis heute so geblieben.

Alle weiteren Schritte muss der Papst gehen. Papst Benedikt XVI. oder Papst Franziskus hätte meine Ordination in der Apostolischen Sukzession als gleichbedeutend mit der Priesterweihe anerkennen können und/oder einige theologische Inhalte aus der Ausbildung für römisch-katholische Priester als Zusatzstudium anbieten können. Nichts davon ist passiert. Heute prüfe ich die These, ob Papst Benedikt XVI. tatsächlich irgendwann die erste offizielle Feier der „Eucharistischen Ökumene“ wollte oder ob er diesen Gedanken nur deshalb so weit nach oben gezogen hat, um ihn dann von ganz oben fallen zu lassen. Papst Franziskus hat zu keinem Zeitpunkt ein eigenes Interesse an diesem Thema und an der Einführung des Frauenpriestertums gezeigt, wenngleich er sich auffallend zurückhält mit einer Absage.

Eines ist sicher: Ohne die Messe am 14. Juni 2008 in Santa Maria di Leuca hätte der ökumenische Dialog keinen Aufschwung erlebt, wie es ihn seit 1517 nicht gab. Mir war es immer sehr wichtig, die Entwicklung einer konfessionsübergreifenden Ökumene Gott zu überlassen. Ich glaube an den Gott, der sich in Abraham, Isaak und Jakob, in Mose, in den Propheten, in Jesus Christus und in Paulus offenbart hat. Es ist der Gott Israels. Es ist der Gott der Geschichte. Wenn Gott die Trennung, die Martin Luther 1517 und im Lauf seines Lebens herbeigeführt hat, zurücknehmen will, dann wird er den Zeitpunkt bestimmen und ihn dem- oder derjenigen offenbaren, der oder die damit beginnt, die Einheit des Christentums wiederherzustellen. Gottes Geist muss präsent sein. Er drängt sich nicht auf. Wenn ein Papst diesen Geist der Einheit nicht als das Wichtigste ansieht, sondern vielleicht den Weltblutspendetag oder die Randale in Libyen(8), dann ist er vielleicht nicht von Gott dazu berufen, die Einheit des Christentums nicht nur zu erbeten, sondern sie aktiv herbeizuführen.

 

 

Elke Göß

 

(1) Vgl. Sabato 14 giugno 2008 il Salento accoglie papa Benedetto XVI nella splendida Santa Maria di Leuca. Andiamogli incontro! Ecco il programma e l'itinerario.., https://www.comune.carmiano.le.it/item/visita-del-santo-padre-a-santa-maria-di-leuca,14.06.2020

(2) Seit 16. März 2020 ist wegen der Corona-Pandemie eine Reise nach Italien nicht möglich. Bis morgen, 15. Juni 2020, will der aus Bayern stammende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Grenzkontrollen, die Deutschland in der Corona-Pandemie eingeführt hat, sukzessive beenden. Bis Anfang Juli 2020 sollen sie innerhalb der EU wegfallen. Vgl. Kaufmann Sven (2020): Corona Urlaub 2020. Neue Lockerungen bei Grenzkontrollen – Das ändert sich jetzt in Deutschland, https://www.swp.de/panorama/corona-urlaub-2020-deutschland-neue-lockerungen-grenzen-einreise-bei-grenzkontrollen-das-aendert-sich-jetzt-46930327.html,14.06.2020

(3) Vgl. Papst Franziskus, Angelus, 14. Juni 2020, http://www.vatican.va/content/francesco/it/events/event.dir.html/content/vaticanevents/it/2020/6/14/angelus.html,14.06.2020

(4) Vgl. VISITA PASTORALE DI PAPA BENEDETTO XVI A BRINDISI
14 e 15 giugno 2008, http://www.brindisiweb.it/storia/visita_del_papa.asp,14.06.2020

(5) Vgl. Rosafio Michele (2009): Cronaca degli eventi. In sei mesi più di cento incontri e riunioni, in: BENEDETTO XVI. A SANTA MARIA DI LEUCA, S. 13, https://www.basilicaleuca.it/upload/files/benedettoxviasmdileuca.pdf,14.06.2020

(6) Vgl. BENEDETTO XVI. A SANTA MARIA DI LEUCA (2009), https://www.basilicaleuca.it/upload/files/benedettoxviasmdileuca.pdf,14.06.2020

(7) Motivationen und Fehlverhalten von Polizistinnen und Polizisten werden, wenn überhaupt, ausschließlich intern thematisiert. Derzeit wird in Deutschland erstmals darüber diskutiert, ob es rassistisch eingestellte Polizistinnen und Polizisten gibt. Diese Debatten nehmen die Anliegen auf, die auf Demonstrationen in den USA und in Deutschland zum Ausdruck kommen. Ein Polizist hatte am 25. Mai 2020 den mit Handschellen gefesselten und auf dem Boden liegenden Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis (Minnesota) dadurch getötet, dass er ihn erstickt hat.

(8) Vgl. Papst Franziskus, Angelus, 14. Juni 2020, http://www.vatican.va/content/francesco/it/events/event.dir.html/content/vaticanevents/it/2020/6/14/angelus.html,14.06.2020

 

14. Juni 2020

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update: 20. November 2020

Installation: 10. Mai 2018

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